veranlagung im wandel der zeit
Mit klaren Visionen und innovativen Investments gestaltet die fair-finance Vorsorgekasse AG die Zukunft — nachhaltig, wirkungsvoll, richtungsweisend.

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seit ihrer gründung
im Jahr 2010 ist es das Ziel von fair-finance, mit innovativen und impactstarken Investments einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Damit war fair-finance nicht nur innerhalb der eigenen Peergroup, sondern insgesamt am österreichischen Kapitalmarkt eine Vorreiterin und Wegbereiterin. Im Zuge einer eigens entwickelten Theory of Change, die jetzt durch die Donut-Ökonomie als Leitbild weiterentwickelt wird, wurde das Konzept der drei Wirkungskanäle etabliert, mit dem der Umstieg auf nachhaltige Wirtschaftsweisen in dreifacher Weise unterstützt wird.
Auf der Grundlage strenger Ausschlusskriterien, eines eigens entwickelten Social Scores oder eines ebenso eigens entwickelten Ratings für Immobilien mit starker Gewichtung ökologischer und sozialer Kriterien und professioneller Dialogkonzepte wird sichergestellt, dass dieses Ziel bestmöglich erreicht wird. In den vergangenen 15 Jahren hat fair-finance nicht nur bewirkt, dass die Vorsorgekassen in Österreich aufgrund des dadurch ausgelösten Wettbewerbs nachhaltiger geworden sind.
Alle österreichische Vorsorgekassen beschäftigen sich nun mit Nachhaltigkeit, sodass die gesamte Branche als vorbildlich gesehen wird. Darüber hinaus sind zahlreiche Projekte und Initiativen entstanden, die dazu beigetragen haben, dass sich der Markt für nachhaltige Investments insgesamt weiterentwickelt hat. Erfolg berechtigt aber nicht nur, sich darüber zu freuen, sondern verpflichtet auch, das Erreichte kritisch zu reflektieren und nachzufragen: Reicht das? Sind unsere Konzepte, Methoden und Kriterien dazu geeignet, den drängenden ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit in adäquater Weise zu begegnen? Oder haben wir in den letzten 15 Jahren auch Erfahrungen gemacht, die uns veranlassen, Änderungen in unserem Tun vorzunehmen?
Vor diesem Hintergrund ist die Differenzierung von liquiden und illiquiden Assetklassen bedeutsam: Während liquide Assetklassen (insbesondere Aktien und Anleihen) mehrheitlich eine indirekte Wirkung entfalten, kann mit illiquiden Assetklassen (Venture Capital, Immobilien, Mikrofinanz, Green Debt …) eine unmittelbarere Wirkung erzielt werden. Dabei zeigen sich aber auch besondere Herausforderungen: Bei liquiden Assetklassen schränken strenge Nachhaltigkeitskriterien das Anlageuniversum mitunter drastisch ein. Insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 ergaben sich im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gegenüber konventionellen, nicht-nachhaltigen Anlagestilen PerformanceNachteile, weil in bestimmte Branchen (fossile Energieversorger, Rüstungsunternehmen etc.) nicht investiert wurde. Dieser Nachteil ist nicht durchgehend festzustellen und wird im langjährigen Betrachtungszeitraum durch Phasen korrigiert, in denen nachhaltige Investments eine bessere Performance als konventionelle Investments hatten.
In kurzfristigen Betrachtungszeiträumen ergaben sich aber durchaus Performanceunterschiede zu nicht-nachhaltigen Anlagestilen. Dazu führte ein geändertes Zinsumfeld zu herausfordernden Situationen auf den Märkten, speziell auch im Immobilienbereich. Der Beitrag, den das nachhaltige Investieren im Bereich der liquiden Assetklassen zu leisten vermag, ist wichtig und bleibt unverzichtbar – kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die daraus resultierenden Transformationseffekte zu wenig effektiv und zu langsam greifen. So ist es bislang ebenso wenig gelungen, die Pariser Klimaziele einzuhalten, wie im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu reüssieren. Vielmehr zeigen sich in wichtigen ökologischen und sozialen Problemfeldern Verschlechterungen.
Auf der Grundlage strenger Ausschlusskriterien, eines eigens entwickelten Social Scores oder eines ebenso eigens entwickelten Ratings für Immobilien mit starker Gewichtung ökologischer und sozialer Kriterien und professioneller Dialogkonzepte wird sichergestellt, dass dieses Ziel bestmöglich erreicht wird. In den vergangenen 15 Jahren hat fair-finance nicht nur bewirkt, dass die Vorsorgekassen in Österreich aufgrund des dadurch ausgelösten Wettbewerbs nachhaltiger geworden sind.
Alle österreichische Vorsorgekassen beschäftigen sich nun mit Nachhaltigkeit, sodass die gesamte Branche als vorbildlich gesehen wird. Darüber hinaus sind zahlreiche Projekte und Initiativen entstanden, die dazu beigetragen haben, dass sich der Markt für nachhaltige Investments insgesamt weiterentwickelt hat. Erfolg berechtigt aber nicht nur, sich darüber zu freuen, sondern verpflichtet auch, das Erreichte kritisch zu reflektieren und nachzufragen: Reicht das? Sind unsere Konzepte, Methoden und Kriterien dazu geeignet, den drängenden ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit in adäquater Weise zu begegnen? Oder haben wir in den letzten 15 Jahren auch Erfahrungen gemacht, die uns veranlassen, Änderungen in unserem Tun vorzunehmen?
Vor diesem Hintergrund ist die Differenzierung von liquiden und illiquiden Assetklassen bedeutsam: Während liquide Assetklassen (insbesondere Aktien und Anleihen) mehrheitlich eine indirekte Wirkung entfalten, kann mit illiquiden Assetklassen (Venture Capital, Immobilien, Mikrofinanz, Green Debt …) eine unmittelbarere Wirkung erzielt werden. Dabei zeigen sich aber auch besondere Herausforderungen: Bei liquiden Assetklassen schränken strenge Nachhaltigkeitskriterien das Anlageuniversum mitunter drastisch ein. Insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 ergaben sich im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gegenüber konventionellen, nicht-nachhaltigen Anlagestilen PerformanceNachteile, weil in bestimmte Branchen (fossile Energieversorger, Rüstungsunternehmen etc.) nicht investiert wurde. Dieser Nachteil ist nicht durchgehend festzustellen und wird im langjährigen Betrachtungszeitraum durch Phasen korrigiert, in denen nachhaltige Investments eine bessere Performance als konventionelle Investments hatten.
In kurzfristigen Betrachtungszeiträumen ergaben sich aber durchaus Performanceunterschiede zu nicht-nachhaltigen Anlagestilen. Dazu führte ein geändertes Zinsumfeld zu herausfordernden Situationen auf den Märkten, speziell auch im Immobilienbereich. Der Beitrag, den das nachhaltige Investieren im Bereich der liquiden Assetklassen zu leisten vermag, ist wichtig und bleibt unverzichtbar – kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die daraus resultierenden Transformationseffekte zu wenig effektiv und zu langsam greifen. So ist es bislang ebenso wenig gelungen, die Pariser Klimaziele einzuhalten, wie im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu reüssieren. Vielmehr zeigen sich in wichtigen ökologischen und sozialen Problemfeldern Verschlechterungen.
Es braucht neue Impulse
Mit einem starken Fokus auf illiquide Assetklassen hat die fair-finance Vorsorgekasse Neuland betreten und dem Anspruch Rechnung getragen, eine möglichst unmittelbare nachhaltige Wirkung zu entfalten. Anders als bei liquiden Assetklassen werden durch illiquide Assetklassen unmittelbare Effekte erzeugt, die konkrete Nachhaltigkeitsprojekte und -fortschritte überhaupt erst ermöglichen. So werden bei Venture-Capital-Investitionen junge Unternehmen mit bahnbrechenden Technologien oder echtem sozialen Mehrwert dabei unterstützt, Marktreife zu erlangen, und so werden mit nachhaltigen Immobilienprojekten soziale (leistbarer Wohnraum) und ökologische (Klimaschutz) Optionen angeboten, die es sonst nicht gäbe.
Obwohl hier eine teilweise sogar sehr hohe Nachhaltigkeitswirkung erzeugt werden kann, haben die Erfahrungen der letzten Jahre auch gezeigt, dass es in Österreich für illiquide Investments noch nicht die erforderliche Marktreife gibt. Auch dürfen die für illiquide Investments typischen Performance-Schwankungen in den einzelnen Marktphasen nicht geglättet werden.
In der Konsequenz bedeutet das, dass nachhaltige Investitionen in liquide Assetklassen vor dem Hintergrund drängender ökologischer und sozialer Probleme zu wenig effektiv sind und dass illiquide Assetklassen zwar über diese Effektivität verfügen können, aber noch nicht marktfähig sind. Strenge und ambitionierte Investmentansätze können in bestimmten Marktphasen performanceseitig unter Druck kommen, was von Kund:innen aber nur beschränkt mitgetragen wird.
Die sich daraus ergebenden Folgerungen sind: Die Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen braucht Tempo: Während wir uns immer weiter von den Pariser Klimazielen entfernen, die Zielerreichung bei den nachhaltigen Entwicklungszielen in Summe enttäuschend ist und sich die geopolitische Lage in eine Richtung bewegt, in der globale Lösungsansätze unwahrscheinlicher werden, braucht es dringend neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung.
Obwohl hier eine teilweise sogar sehr hohe Nachhaltigkeitswirkung erzeugt werden kann, haben die Erfahrungen der letzten Jahre auch gezeigt, dass es in Österreich für illiquide Investments noch nicht die erforderliche Marktreife gibt. Auch dürfen die für illiquide Investments typischen Performance-Schwankungen in den einzelnen Marktphasen nicht geglättet werden.
In der Konsequenz bedeutet das, dass nachhaltige Investitionen in liquide Assetklassen vor dem Hintergrund drängender ökologischer und sozialer Probleme zu wenig effektiv sind und dass illiquide Assetklassen zwar über diese Effektivität verfügen können, aber noch nicht marktfähig sind. Strenge und ambitionierte Investmentansätze können in bestimmten Marktphasen performanceseitig unter Druck kommen, was von Kund:innen aber nur beschränkt mitgetragen wird.
Die sich daraus ergebenden Folgerungen sind: Die Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen braucht Tempo: Während wir uns immer weiter von den Pariser Klimazielen entfernen, die Zielerreichung bei den nachhaltigen Entwicklungszielen in Summe enttäuschend ist und sich die geopolitische Lage in eine Richtung bewegt, in der globale Lösungsansätze unwahrscheinlicher werden, braucht es dringend neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung.

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Die Welt steht vor drängenden Herausforderungen, die rasches und entschlossenes Handeln erfordern
Unternehmen widersetzen sich den Transformationserfordernissen und/oder betreiben Greenwashing: Trotz positiver Ausnahmen zeigt sich generell, dass sich immer mehr große Unternehmen aus bereits eingeschlagenen Transformationspfaden wieder verabschieden, sich gegen weitere regulatorische Einschränkungen auflehnen und andere als nachhaltige Prioritäten setzen. Dazu ist zu beobachten, dass Lobbyismus gegen Veränderungsprozesse zunimmt und Nachhaltigkeit behauptet wird, wo das gar nicht zutrifft (Greenwashing).
Regulatorische Einschränkungen behindern konsequentes Impact-Investing: Insbesondere bei illiquiden Assetklassen lassen die regulatorischen Vorgaben kaum Gestaltungsmöglichkeiten zu – im Gegenteil: wer mit innovativen Ideen daherkommt, macht sich zuallererst einmal verdächtig.
Unterschätztes Beharrungsvermögen in Gesellschaft und Politik: Nachhaltigkeit verliert an gesellschaftlicher Akzeptanz, das zeigen immer mehr Indikatoren und nicht zuletzt die Wahlergebnisse der letzten Jahre. Je deutlicher wird, dass es Veränderung braucht, desto stärker wird der Widerstand, eine solche im eigenen Bereich zu akzeptieren.
Was folgt nun daraus? Sicherlich nicht, resignierend aufzugeben oder den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr bedarf es einer kritischen Reflexion der gemachten Erfahrungen und einer darauffolgenden Neuausrichtung der Veranlagungsstrategie, um über den Prozess der Veranlagung von Geldern einen bestmöglichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Denn die Transformation unserer Wirtschafts- und Lebensstile bleibt trotz der vorher geschilderten Hindernisse und Herausforderungen DIE zentrale Aufgabe für verantwortlich agierende Wirtschaftsakteur:innen.
Regulatorische Einschränkungen behindern konsequentes Impact-Investing: Insbesondere bei illiquiden Assetklassen lassen die regulatorischen Vorgaben kaum Gestaltungsmöglichkeiten zu – im Gegenteil: wer mit innovativen Ideen daherkommt, macht sich zuallererst einmal verdächtig.
Unterschätztes Beharrungsvermögen in Gesellschaft und Politik: Nachhaltigkeit verliert an gesellschaftlicher Akzeptanz, das zeigen immer mehr Indikatoren und nicht zuletzt die Wahlergebnisse der letzten Jahre. Je deutlicher wird, dass es Veränderung braucht, desto stärker wird der Widerstand, eine solche im eigenen Bereich zu akzeptieren.
Was folgt nun daraus? Sicherlich nicht, resignierend aufzugeben oder den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr bedarf es einer kritischen Reflexion der gemachten Erfahrungen und einer darauffolgenden Neuausrichtung der Veranlagungsstrategie, um über den Prozess der Veranlagung von Geldern einen bestmöglichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Denn die Transformation unserer Wirtschafts- und Lebensstile bleibt trotz der vorher geschilderten Hindernisse und Herausforderungen DIE zentrale Aufgabe für verantwortlich agierende Wirtschaftsakteur:innen.
fair-finance hat sich mit diesem Befund intensiv beschäftigt und drei Bereiche identifiziert, mit denen der Nachhaltigkeitsansatz weiterentwickelt werden kann:
1 — Differenzierte Kapitalströme: Die Trennung von Primär- und Sekundärmärkten erlaubt eine gezieltere Steuerung der Kapitalflüsse. Während Primärmarktinvestitionen direkt in nachhaltige Unternehmen fließen, nutzt fair-finance den Sekundärmarkt für Engagement und Voting.
2 — Donut-Ökonomie als Leitbild: Dieses Modell verbindet das Konzept der planetaren Grenzen mit den Sustainable Development Goals. Es geht um die Sicherung eines Lebensraums innerhalb planetarer (ökologischer) und sozialer Grenzen, die nicht über- beziehungsweise unterschritten werden dürfen.
3 — Gründung einer Zukunftsstiftung: Mit dieser Stiftung fördert unsere Unternehmensgruppe gezielt Zukunftsprojekte mit sozialer und ökologischer Relevanz. Eine Fachjury entscheidet über die Mittelvergabe, um progressive Ideen und nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben.
Die Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen ist eine Notwendigkeit. fair-finance zeigt, dass mutige Schritte und innovative Ansätze unverzichtbar sind, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Trotz regulatorischer Hürden und gesellschaftlicher Widerstände bleibt das Ziel klar: eine nachhaltige Zukunft für Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten.
2 — Donut-Ökonomie als Leitbild: Dieses Modell verbindet das Konzept der planetaren Grenzen mit den Sustainable Development Goals. Es geht um die Sicherung eines Lebensraums innerhalb planetarer (ökologischer) und sozialer Grenzen, die nicht über- beziehungsweise unterschritten werden dürfen.
3 — Gründung einer Zukunftsstiftung: Mit dieser Stiftung fördert unsere Unternehmensgruppe gezielt Zukunftsprojekte mit sozialer und ökologischer Relevanz. Eine Fachjury entscheidet über die Mittelvergabe, um progressive Ideen und nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben.
Die Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen ist eine Notwendigkeit. fair-finance zeigt, dass mutige Schritte und innovative Ansätze unverzichtbar sind, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Trotz regulatorischer Hürden und gesellschaftlicher Widerstände bleibt das Ziel klar: eine nachhaltige Zukunft für Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten.