reisefreudig:
big bloom
Auf der Reise zur Superblüte: In diesen Destinationen rund um den Globus blüht die Farbenpracht — die „Big Blooms“ bringen auch Herausforderungen mit sich.

Fotocredit:
Getty Images/iStockphoto
Italien: Die Glyzinienblüte bei Rom und Florenz im April und Mai ist ein Traum in Violett — zu sehen etwa im Florenzer Giardino Bardini.
das eintauchen
in die berauschende Blütenpracht unserer Welt, sei es nun das zarte Rosa der japanischen Kirschblüte oder das leuchtende Gelb-Orange der Mohnblumen Kaliforniens, erfreut sich enormer touristischer Beliebtheit. Bei all der Begeisterung für die farbenfrohen Reiche rückt aber auch die Frage nach dem Schutz empfindlicher Ökosysteme oder ökologischen Aspekten in den Fokus.

Fotocredit:
shutterstock
South Carolina: Zwischen März und Mai lohnt der Besuch der historischen Gärten von Charleston, in denen Magnolien und pinke Azaleen die Blicke auf sich ziehen.
Wo sind nur die Blumen hin?
Wer sich aufmacht, die Blumen zu finden, sollte nicht nur möglichst umweltfreundlich anreisen, sondern auch auf den eigenen, wortwörtlichen Auftritt achten. Denn einige der schönsten „Superblooms“, also spektakulärer Blütenereignisse, treten in besonders sensiblen Ökosystemen auf – Unachtsamkeit kann dort zu gravierenden Schäden führen. Wüstenregionen wie Teile Kaliforniens etwa, deren Mohnblüte unzählige Schaulustige anlockt, leiden jährlich unter der Zerstörung durch Besucherströme, die unkontrolliert durch die Wildblumenfelder laufen. Ein zu hoher Ansturm kann sogar mit dem frühzeitigen Ende der Superblüte im Folgejahr korrelieren, da die Pflanzen nicht ausreichend Samen für die nächste Saison produzieren können. Mit ähnlichen Problemen sieht man sich im Namaqualand in Südafrika konfrontiert, wo nach den ersten Regenfällen des Jahres Wildblumen die Wüstenlandschaft einnehmen. Hier versucht man, Reisende durch „Leave No Trace“-Aufklärungskampagnen zu sensibilisieren. Der nachhaltige Erhalt der Blüten ist demnach ein weltweites Bestreben. So kollaboriert der Parco della Maremma in der Toskana in Italien mit lokalen Landwirt:innen, um nachhaltigen Anbau zu fördern. Und im Parc Naturel Régional du Luberon in der Provence werden gezielt biologische Lavendel-Anbaumethoden gefördert. Damit man der blühenden Natur auch als Besucher:in Respekt zollt, gilt es, den Grundsätzen des sanften Tourismus Folge zu leisten: nur schauen, nicht pflücken, keine Blütenfelder zertrampeln und Abfälle wieder mitnehmen.
Nachhaltig Reisende können sich bewusst für den Besuch von Naturreservaten oder ökologischen Blumengärten entscheiden. Wildblumenwiesen sehen nicht nur ebenso fantastisch aus, sie fördern zudem die Biodiversität und bilden einen wichtigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und sonstige Lebewesen. Auch der Besuch von weniger bekannten Destinationen, die mit ebenso prächtigen Superblüten aufwarten, lohnt – zum einen können damit überfüllte Regionen entlastet werden, zum anderen genießen Reisende hier mehr Ruhe inmitten der wilden Blumenteppiche.
Die farbenfrohen Naturschauspiele bringen für die Umwelt sowie für lokale Gemeinschaften große Herausforderungen mit sich. Dennoch dürfen und sollten sie in all ihrer Farbpracht – und mit Umsicht – genossen werden.
Nachhaltig Reisende können sich bewusst für den Besuch von Naturreservaten oder ökologischen Blumengärten entscheiden. Wildblumenwiesen sehen nicht nur ebenso fantastisch aus, sie fördern zudem die Biodiversität und bilden einen wichtigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und sonstige Lebewesen. Auch der Besuch von weniger bekannten Destinationen, die mit ebenso prächtigen Superblüten aufwarten, lohnt – zum einen können damit überfüllte Regionen entlastet werden, zum anderen genießen Reisende hier mehr Ruhe inmitten der wilden Blumenteppiche.
Die farbenfrohen Naturschauspiele bringen für die Umwelt sowie für lokale Gemeinschaften große Herausforderungen mit sich. Dennoch dürfen und sollten sie in all ihrer Farbpracht – und mit Umsicht – genossen werden.