kein aushöhlen
des green deal
Belastbare Nachhaltigkeitsdaten statt übereilter Deregulierung

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Die Zukunft gehört denen, die langfristig denken und handeln.
in den letzten wochen
wurden die politischen Prioritäten der neuen eu-Kommission deutlich: Oberflächlich an den selbst gesteckten Klimazielen festhalten, aber Unternehmen und Investor:innen die Werkzeuge nehmen, um diese Ziele auch zu erreichen. Unter dem Vorwand der Wettbewerbsfähigkeit droht eine Deregulierung, die mehr schadet als hilft. Firmen brauchen Planungssicherheit – keine abrupten Kurswechsel. Industrie-Lobbyisten sprechen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsinformationen abwertend von „Listen ausfüllen“, dabei liefern diese Daten die Basis für nachhaltige Investitionen. Ohne verlässliche Informationen droht das zentrale Ziel des Green Deal – Investitionen in grüne Technologien – zu scheitern.

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Jakob Mayr, Programm Manager Sustainable Finance — wwf
Und diese Investitionen braucht es dringend. Laut Wirtschaftskammer benötigt es für die Klimatransformation alleine in Österreich bis 2030 zusätzlich 145 Milliarden Euro an Kapital. Durch diese zusätzlichen Investitionen würden laut wko jährlich 2,4 Prozent des bip erwirtschaftet und jährlich 70.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Wertschöpfungseffekte, die für die österreichische Wirtschaft gerade jetzt der nötige Konjunkturmotor sein könnten. Und als positiver Nebeneffekt entstehen dabei zukunftsfähige Unternehmen. Dieses gewaltige Potenzial zu heben, wäre damit ein doppelter Gewinn.
In Europa gibt es eine stolze Tradition, das große Ganze zu sehen und stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, „better regulation“ – nicht „no regulation“. Tragischerweise scheint die eu-Kommission derzeit gerade vermehrt auf jene zu hören, die glauben, einen Deregulierungswettlauf nach unten gewinnen zu können.
Klar ist aber: Wer heute die Nachhaltigkeitsberichterstattung abschwächt, nimmt dem Kapitalmarkt ein zentrales Datenfundament. Eine Abkehr von klaren Standards untergräbt Europas Wettbewerbsfähigkeit und begünstigt kurzfristige Profite auf Kosten der Umwelt.
Unsere Empfehlung an Wirtschaftstreibende: Nicht verunsichern lassen und die Nachhaltigkeitsbemühungen konsequent fortsetzen, anstatt den Stillstand zu zelebrieren. Denn Klimakrise und Artensterben verschwinden nicht von selbst – die Zukunft gehört denen, die langfristig denken und handeln. Echte Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch eine umfassende Dekarbonisierung, die Skalierung grüner Technologien sowie durch den Schutz und die Wiederherstellung der Natur. Im Gegensatz dazu schwächt eine Deregulierung mit der Brechstange Europas letzten großen Standortvorteil und verzögert den unausweichlichen wirtschaftlichen Wandel.
In Europa gibt es eine stolze Tradition, das große Ganze zu sehen und stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, „better regulation“ – nicht „no regulation“. Tragischerweise scheint die eu-Kommission derzeit gerade vermehrt auf jene zu hören, die glauben, einen Deregulierungswettlauf nach unten gewinnen zu können.
Klar ist aber: Wer heute die Nachhaltigkeitsberichterstattung abschwächt, nimmt dem Kapitalmarkt ein zentrales Datenfundament. Eine Abkehr von klaren Standards untergräbt Europas Wettbewerbsfähigkeit und begünstigt kurzfristige Profite auf Kosten der Umwelt.
Unsere Empfehlung an Wirtschaftstreibende: Nicht verunsichern lassen und die Nachhaltigkeitsbemühungen konsequent fortsetzen, anstatt den Stillstand zu zelebrieren. Denn Klimakrise und Artensterben verschwinden nicht von selbst – die Zukunft gehört denen, die langfristig denken und handeln. Echte Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch eine umfassende Dekarbonisierung, die Skalierung grüner Technologien sowie durch den Schutz und die Wiederherstellung der Natur. Im Gegensatz dazu schwächt eine Deregulierung mit der Brechstange Europas letzten großen Standortvorteil und verzögert den unausweichlichen wirtschaftlichen Wandel.