fasten now!

Fasten — ob im Intervall oder einmal wöchentlich — bringt nachhaltige Leichtigkeit in den Alltag. Plus: fünf Wohlfühlrituale für den Frühling.
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der frühling steht
vor der Tür! Und mit ihm blüht uns auch dieses Jahr wieder die Zeit der Erneuerung. Denn die neue Saison weckt in vielen von uns den Wunsch, sich selbst zu „erneuern“ – oder sich zumindest wieder bewusster um das eigene Wohlbefinden zu kümmern. Frühjahrskuren, von leichtem Detox bis hin zu wöchentlichen Fastentagen, können dazu beitragen, Körper und Geist nach den langen Wintermonaten zu entlasten. Dabei muss man keineswegs auf teure Detox-Produkte oder fertige Saftkuren zurückgreifen, die meist mit viel Verpackungsmüll und wenig ökologischer Verantwortung einhergehen. Bereits einfache Methoden – wie der gezielte Griff zu regionalen und saisonalen Produkten oder der Verzicht auf verpackte Lebensmittel – können während der Frühjahrskur Ressourcen schonen. Nachhaltigkeit im Detox- und Fastenprozess bedeutet also, nicht nur den eigenen Körper zu entlasten, sondern auch die Umwelt. Werden die gesunden Praktiken – sei es nun das Intervallfasten oder ein wöchentlicher Fastentag – regelmäßig und achtsam in den Alltag integriert, können sie zu einer nachhaltig positiven Veränderung der mentalen und körperlichen Gesundheit beitragen.
Wirkungsvolle Intervalle
Es ist nach wie vor „der“ Trend in Sachen sanftes Fasten: das Intervallfasten (if). Die Methode setzt voraus, dass man nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters Nahrung zu sich nimmt. Besonders beliebt ist das 16:8-Modell, das 16 Stunden des Fastens und acht Stunden des normalen Essens vorsieht. Während der „nüchternen“ Phase hat der Körper ausreichend Zeit, um sich zu regenerieren und zu entgiften. 16:8- oder 14:10-Modelle lassen sich darüber hinaus flexibel in den individuellen Alltag integrieren. Wer sich etwas mehr „zutraut“ als ein zeitliches Einschränken der täglichen Nahrungsaufnahme, widmet stattdessen einen (oder zwei) Tag(e) pro Woche dem Fasten. An diesen Tagen werden nur Flüssigkeiten konsumiert. Dieser „Entrümpelungstag“ hat zum einen positive Auswirkungen auf die Verdauung und fördert zum anderen die geistige Klarheit. Fertige Saftkuren sind in diesem Bereich zwar weit verbreitet, werden jedoch oft in Einwegverpackungen geliefert. Eine umweltfreundliche Alternative ist das Selbermachen: Frische Zutaten aus dem Garten, dem Unverpacktladen oder der Bio-Abteilung werden zu Säften und Brühen verarbeitet und in Glasflaschen aufbewahrt – so wird Plastikmüll vermieden und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes getan.
Studien zeigen, dass der bewusste, auf eine gewisse Zeit beschränkte Verzicht auf feste Nahrung neben der Gewichtsabnahme eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen mit sich bringt. Nach etwa zwölf Stunden des Fastens sinkt der Insulinspiegel, dies kurbelt die Fettverbrennung an und verringert die Insulinresistenz.

Ab etwa 13 Stunden aktiviert der Körper die Autophagie, um beschädigte Zellen abzubauen. So können Phasen des Fastens die Regeneration fördern, das Immunsystem und die Hirnfunktion stärken, Entzündungen reduzieren und sogar das Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf- oder neurologische Erkrankungen senken.*
fair now!
Frühlingsrituale
1 Morgenritual: Ob fünf Sonnengrüße, Was­ser mit Zitrone oder ein kurzer Spaziergang: Rituale am Morgen schenken Klarheit und Energie für den ganzen Tag.

2 Digital Detox: Zwei Stunden vor dem Schlafengehen ohne Bildschirme entlasten den Geist.

3 Meditation im Freien: Schon zehn Minuten pro Tag wirken positiv auf Im­munsystem, Konzentration und Stressreduktion.

4 Frühjahrsputz: Altes aussortieren und Platz für Neues schaffen fördert Ordnung, reduziert Allergene – und Stress.

5 Badespaß: Epsomsalzbäder lindern Verspannungen, entgiften und entspannen.
Quellenangaben
DGE: Diäten und Fasten: Intervallfasten.
dge.de/gesunde-ernaehrung/diaeten-und-fasten/intervallfasten/